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Module und Einspeiseregel

Was ist besser, monokristalline oder polykristalline Solarzellen?

Pauschal kann man sagen, dass monokristalline Solarzellen einen höheren Wirkungsgrad haben, dafür aber teurer in der Herstellung sind, was sich wiederum auf den Verkaufspreis auswirkt.

D. h. nun aber nicht, dass monokristalline Solarzellen besser sind. Je nach Hersteller und Leistungsklasse gibt es polykristalline Solarzellen, die eine höhere Leistung haben als monokristalline.

Bezüglich Haltbarkeit gibt es keine Unterschiede.

So gesehen ist es im Grunde genommen gleichgültig, für welchen Typ Sie sich entscheiden. Wobei bei sehr kleinen Anlagen und kleinen Dachflächen ein leichter Vorteil für monokristalline Solarzellen vorhanden ist, da hier die Leistungsdichte höher sein kann. Nachteil, die Anlage wird teurer.

Wenn Sie Wert auf ein ästhetisches Erscheinungsbild legen, empfehlen wir Ihnen schwarze monokristalline Solarzellen Aber auch hier gilt, Sie müssen mehr Kapital einsetzen.

Möchten Sie – auf die Laufzeit gesehen – eine möglichst gute Rendite erzielen, unterstützen wir Sie bei der Entscheidung gerne mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Warum eine Einspeiseregelung?

Nehmen wir als Beispiel eine Anlage mit 10 kWp (Kilowatt Peak). Diese Bezeichnung bedeutet, dass diese Anlage bei optimaler Sonneneinstrahlung 10 kW Leistung erbringen kann. Bei bewölktem Himmel ist die Leistung geringer.

Haben wir gerade über ganz Deutschland wolkenlosen Himmel und eine gute Sonneneinstrahlung, dann erreichen die vorhandenen Anlagen annähernd ihre Leistungsspitze und Solarstrom wird dadurch in großer Menge in das das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Das Stromnetz kann aber nur so viel aufnehmen, wie auch verbraucht wird.

Um einen Kollaps zu verhindern, müssen deshalb Stromerzeuger abgeschaltet oder zumindest reduziert werden.

Das macht man bei konventionellen Kraftwerken und durch die Einspeiseregelung auch bei PV-Anlagen.

Nun gibt es für PV-Anlagen verschiedene Möglichkeiten, dies zu steuern.

Feste Drosselung auf 70%
Die PV-Anlage wird dauerhaft auf 70% ihrer möglichen Leistung gedrosselt. Bei unserer Beispielanlage wäre das auf 7 kW. Hierzu wird am Wechselrichter eingestellt, dass er nicht mehr wie diese 7 kW an das Netz abgeben kann.

Das hört sich jetzt dramatisch an, ist es aber nicht. Nur selten ist die Sonneneinstrahlung so gut, dass die Anlage tatsächlich 100% Leistung bringt. Meist liegt sie mehr oder wenig darunter.

Die tatsächlichen Verluste liegen in der Größenordnung von etwa 3 – 7%.

Allgemein kann man davon ausgehen, dass die Verluste bei optimal nach Süden ausgerichteten Anlagen am größten sind.

Bei einer Ost/West Anlagen sind praktisch keine Verluste zu erwarten, da die Anlage nie das Maximum von 100% erreicht, dafür bei ausreichend Sonnenschein aber kontinuierlich von morgens bis abends Leistung liefert.

Dynamische 70% Regel
Hier brauchen Sie ein Steuergerät, z. B. einen sogenannten Energy Meter.
Wie auch bei der festen Drosselung, dürfen nur 70% in das Netz eingespeist werden. 
Jetzt kommt aber Ihr Eigenverbrauch zum Tragen. Nehmen wir an, Ihre 10 kWp Anlage bringt im Moment 90%, also 9 kW Leistung. Ihr Trockner läuft und braucht 2kW. 
Der intelligente Energy Meter lässt jetzt zu, dass die Anlage die gesamten 9 kW produzieren darf, wobei 7 kW in das öffentliche Netz eingespeist werden und die restlichen 2 kW Ihrem Trockner zur Verfügung stehen.
Bei einer festen Drosselung auf 70% wären die 2 kW verloren gewesen und Sie hätten die 2 kW für Ihren Trockner aus dem Netz beziehen (und bezahlen) müssen.

Eingriff durch den Netzbetreiber

Fazit:

Für kleine und mittlere Anlagen kommt sinnvollerweise nur die feste oder variable Drosselung infrage.

Für eine feste Drosselung auf 70% sollten Sie sich entscheiden, wenn Sie

  • Eine Ost/West Anlage haben
  • Wenig Eigenverbrauch haben
  • Wert auf eine möglichst günstige Anlage legen, da hier kein intelligenter Energy Meter benötigt wird.

Für die dynamische 70% Regel sollten Sie sich entscheiden, wenn Sie

  • Einen hohen Eigenverbrauch haben
  • Eine transparente Anlagenüberwachung wünschen
  • Die Einbindung eines Stromspeichers vorgesehen haben
  • Den Strom der PV-Anlage dem Netzstrom vorziehen
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